Honig aus Egliswil

Mit Heinz Lüscher...

Der Honig

Honig entsteht dadurch, dass Bienen Nektariensäfte oder auch andere süße Säfte an lebenden Pflanzen aufnehmen, durch körpereigene Stoffe bereichern, in ihrem Körper verändern, in Waben speichern und dort reifen lassen. Die Hauptquelle ist der Nektar von Blütenpflanzen, Ausdruck einer in Jahrmillionen durch die Evoluzion entstandenen gegenseitigen Abhängigkeit zwischen Pflanzen und hauptsächlich Insekten zur effektiveren Bestäubung. Als weitere Quelle kommt in einigen, hauptsächlich gemäßigten Klimaregionen der Erde die gelegentliche Massenvermehrung verschiedener Rinden- und Schildläuse hinzu, bei der dann in ausreichenden Mengen Honigtau entsteht. Seltener spielen auch extraflorale Nektarien von Pflanzen, z. B. von Mais, eine Rolle.

Die Biene saugt den Nektar oder Honigtau über ihren Rüssel auf. In der Honigblase wird dieser in den Stock transportiert. Dort wird der zuckerhaltige Saft an die Stockbienen weitergegeben. Diese geben bieneneigene Stoffe hinzu und reduzieren den Wassergehalt. Die durch die Biene hinzugefügten Enzyme bewirken eine Veränderung des Zuckerspektrums und die Entstehung von Inhibinen - diese hemmen das Wachstum von Hefen und Bakterien. Die Reduzierung des Wassergehalts erfolgt in zwei Schritten: Zuerst wird ein Tropfen Nektar über den Rüssel mehrfach herausgelassen und wieder eingesaugt. Ab einem Wassergehalt von ca. 50 % wird der Nektar über dem Brutnest auf den Wabenzellen ausgebreitet. Durch kräftiges Fächeln mit den Flügeln und die dort herrschende Temperatur wird Wasser verdunstet, bis der Nektar einen Wassergehalt von ca. 16 bis 18 % erreicht. Nun werden die Lagerzellen des Honigs mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht überzogen. Imker bezeichnen diesen Vorgang als Verdeckeln. Er ist für sie das sichere Zeichen dafür, dass der Honig reif ist und geerntet werden kann.

Honig entsteht aber generell erst dann, wenn eine ausreichende Menge pro Zeiteinheit von den Sammelbienen in den Bienenstock heimgebracht wird. Diese muss über dem laufenden Eigenverbrauch, der zur Ernährung des Bienenvolks und zur Aufzucht der Brut notwendig ist, liegen. Der Imker spricht dann von einer Blüten- oder Honigtautracht. Es werden also nur Überschüsse zur Bevorratung weiterverarbeitet und schließlich eingedickt als Honig gelagert.

In unserem mitteleuropäischen Klima stehen den Bienen etwa
180 bis 200 Flugtage zur Verfügung.

Von einer Sammelbiene werden täglich durchschnittlich 13 Flüge
ausgeführt. Ein Nektarausflug dauert ca. 26 Minuten. Bei einem Flug von 26 Minuten besucht die Biene ca. 325 Blüten, was einer Tagesleistung von ca. 4‘200 Blütenbesuchen entspricht.
In ihren ca. 15 Flugtagen dürfte die Biene so rund 65‘000 Blüten
besucht haben!
Die Honigblase der Biene fasst 58mm3 oder 0,07 gr Nektar.
Für ein Kilogramm Nektar sind rund 14‘500 Honigblasenfüllungen
notwendig. Aus 3 Kilogramm Nektar entsteht dann 1 Kilogramm Honig.

 

Ein starkes Volk enthält:

1.      1        Königin

2.      300  -  3‘000                         Drohnen
3.      30‘000   -   60‘000                  Arbeiterinnen
4.      40‘000   -   60‘000                  bebrütete Zellen

Zuwachs und Abgang pro Tag bis gegen 2‘000 Bienen
 

Die Königin legt von Februar bis August täglich ca. 300 – 2‘000 Eier.


Pro Saison sind es ca. 130‘000 bis 200‘000 aufgezogene Brutzellen.
 

 

              Entwicklungszeit             Lebensdauer

Königin            16 Tage                3  -  5 Jahre
Arbeiterin         21 Tage                45 Tage bis
                       9 Monate  (Winterbienen)

Drohne            24 Tage                April  -  Juli

Honig - Tipps: 

Der Honig im Glas ist hart geworden. Wie kann ich ihn wieder flüssig machen?

Die Kristallisation des Honigs ist ein natürlicher Prozess. Je nach Honigsorte kristallisiert er unterschiedlich schnell aus und bildet unterschiedlich grosse Kristalle. Manchmal treten auch weisse Flächen an der Glaswand auf. Diese „Blütenbildung“ ist ein natürlicher Prozess, der die Honigqualität nicht beeinträchtigt. Harter, kristallisierter Honig kann durch Erwärmen wieder verflüssigt werden.
Aber Vorsicht: Temperaturen über 40 °C zerstören die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs. Am besten lässt sich kristallisierter Honig im Wasserbad verflüssigen. Sehr schlecht für die Qualität des Honigs ist das Erwärmen im Mikrowellengerät. Übrigens: Wollen Sie von allen im Honig vorhandenen Enzymen und Aromastoffen profitieren, rühren Sie Honig nicht in heissen Tee oder heisse Milch. Auch hier gilt: Temperaturen über 40 °C zerstören die wertvollen Bestandteile. Geniessen Sie das mit Honig gesüsste Getränk warm und nicht heiss! Oder noch besser: Spülen Sie kleine Mengen des Honigs mit warmem Tee oder Milch hinunter. Dies gilt speziell bei Erkältungen und Husten.



Wie lange kann ich Honig lagern?

Honig ist ohne grosse Qualitätseinbusse mehrere Jahre haltbar, wenn er optimal gelagert wird. Wärme, Licht und Feuchtigkeit schaden jedoch dem Honig. Optimale Lagerung heisst:

im richtigen Gefäss (am besten im gutverschlossenen Honigglas),

in kühler Umgebung (10 bis max. 16 °C),

trocken, maximal 60 % Luftfeuchtigkeit, dunkel,

Honig kann grundsätzlich auch tiefgekühlt werden.

Haben Sie ein Glas zur Konsumation geöffnet, bewahren Sie es in einem trockenen Schrank bei Zimmertemperatur auf. Verschliessen Sie jeweils gut den Deckel.



Säuglinge und Honig



Im Honig können sich Bakterien befinden, Clostridium botulinum und seinen Sporen, die zur lebensgefährlichen Erkrankung des Säuglingsbotulismus führen können. Deshalb sollte im 1. Lebensjahr dem Baby auf keinen Fall auf irgend eine Weise Honig zugeführt werden.



 Das Bienenhaus 


Der Blick ins Seetal

Die Flugfront des Bienenhaus

Bienentränke, auch die Bienen haben Durst. Sie benötigen während der Entwicklungszeit viel Wasser

Im Bienenhaus mit den Bienenkasten (Schweizerkasten)

Kastenfront mit „Standblätter“ für das Notieren der laufenden Daten

Diverses Werkzeug

Behandlungsrahmen für die Varroabehandlung im Spätsommer

Das Innere eines Bienenkastens

Arbeiten rund um die Bienen. Im Holzrähmli eingelötete Mittelwand. Wird zur Brutwabe ausgebaut (Wabenbauerneuerung)

Schön ausgebaute Brutwabe mit verdeckelten Brutzellen
(siehe auch Entwicklungszeit der Bienen)

Verdeckelte Brut mit Arbeiterinnen

An der Arbeit

Schwarmzeit. Die Bienen sind „Reiselustig“

Bereit zum „Schwarmfang“

Auch der Fotograf schützt sich

Luftiger Arbeitsplatz

Total „umschwärmt“!

Alle müssen wieder rein

Ist unsere Königin hier drin?

Der Schwarm wird wieder im Kasten „einlogiert“. Vorbereitungsarbeiten für das „Einlogieren“ des Schwarms

Bezug der neuen „Wohnung“

Das neue Zuhause

Ein klein wenig Nachhelfen ist gestattet

Die Honigernte, bereit zur Entnahme der Honigwaben

Die Bienen sollen nicht auf den Boden fallen, darum wird ein „Bienentrichter“ angebracht

Entfernen der Honigraumfester

Blick in den Honigraum

Schöne, volle Honigwabe. Wenn die Bienen die Zellen verdeckelt haben, ist der Honig bereit zum Schleudern

Die Waben müssen vor dem Schleudern abgedeckelt werden

Die Schleuder wird gefüllt

Sorgfältig, damit sie stehen bleiben

Gefüllt, es kann losgehen

Das Tempo muss dem Füllgrad der Waben angepasst werden, sonst werden die Waben beschädigt

Wenn der Honig fliesst, eine Augenweide für den Imker!

Der Wassergehalt des Honigs wird mit dem Refraktometer überprüft

Zum Verkauf bereit

Sie finden uns an der:                                      

Leutschstrasse 364,  5704 Egliswil 

                  

Sollten wir nicht zuhause sein, bedienen Sie sich im Kästli auf dem Briefkasten



...und zum Schluss möchte ich mich bei Heinz Lüscher herzlich bedanken für seine Unterstützung!
kb